Infrarot-Keramikstrahler und Silikonheizelemente

      Allgemeines - Infrarot-Keramikstrahler

      Infrarotstrahlung bezeichnet die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen im Spektralbereich oberhalb des sichtbaren Lichts von 0,7 µm bis etwa 80 µm. Verbunden mit der Ausbreitung der elektromagnetischen Wellen ist der gerichtete Transport von Energie. Infrarot-Keramikstrahler sind effektive und robuste Infrarotstrahler, die mittel- und langwellige Infrarotstrahlung liefern, abhängig vom Material und dem Anwendungsprozess. Infrarot-Keramikstrahler haben eine Betriebstemperatur von 450 °C bis 850 °C mit einem Infrarot-Wellenlängenbereich von 2 bis 10 µm. Die meisten Kunststoffe, sowie viele andere Materialien, absorbieren Infrarotstrahlen in diesem Bereich am besten, weshalb der Keramikstrahler der meistverbreitete Infrarotstrahler auf dem Markt ist.

      Einsatzbereiche und gängige Applikationen für IR-Keramikstrahler

      Infrarot-Keramikstrahler werden in verschiedenen Industriebereichen vom Thermoformen bis zur Farbtrocknung eingesetzt. Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Infrarotstrahlern:

      • Aktivieren von Klebstoff und Heißsiegelschichten, Trocknen von Kunststoffemulsionen

      • Trocknen und Einbrennen lackierter Blechteile, Aufschmelzen von Pulverbeschichtungen

      • Trocknen von Glasuren auf keramischen Fliesen, Tempern von Glas & Spritzgussteilen

      • Löten von Leiterplatten, Ofenbau, Erwärmen von Klimakammern, Thermoforming

      • Vorwärmen von Schweißnähten im Rohrbau, Aufschmelzen von Schalldämmmatten

      • Aushärten von Epoxidharzen, Herstellen von Schrumpffolien

      • Gelieren von PVC-Pastenaufstrichen auf Geweben

      • Erwärmen von GFK- und CFK-Teilen

          Allgemeines - Silikonheizelemente

          Silikonheizmatten dienen der Temperaturerhaltung oder Erwärmung von Bauteilen unterschiedlicher Formen. Durch die gleichmäßige Wärmeverteilung zeichnen sich Silikonheizmatten besonders bei komplexen Strukturen und Oberflächen aus. Sie sind in nahezu jeder Form und Größe herstellbar. Durch Ihren speziellen Aufbau sind Sie gegen Feuchtigkeit, chemische Einflüsse und Umweltbelastungen geschützt.

          Silikonheizmatten werden unter anderem in folgenden Anwendungen verwendet:

          • Telekommunikation, Elektronik & 3D Drucker

          • Fass- und Containerheizung

          • Laborausrüstung

          • Anti-Kondensation

          • Catering

          • Krankenhäuser

          Technische Daten

          Silikonheizmatten können auf Wunsch in nahezu allen erdenklichen Formen und Größen hergestellt werden. Auf Wunsch kann auch ein Temperaturfühler, Thermoschalter- oder Thermowächter eingearbeitet werden.

          Betriebstemperatur:

          max. 180 - 200 °C (kurzzeitig bis 230 °C) max. IP 65

          Nennspannung:

          auf Anfrage

          Nennleistung:

          auf Anfrage

          min. Umgebungstemperatur:

          -60 °C

          Material:

          Silikon mit gewickeltem Heizdraht, oder geätzter Folie

          Abmessungen:

          max. 3,0 m x 1,2 m

          Heizelementendicke:

          ca. 3 mm ohne Netzkabel

          Befestigungsmöglichkeiten:

          Kleben, Binden, Haken, Ösen, Klettverschluss, Selbstklebeschicht usw.

          Temperatursensoren:

          einvulkanisiert oder in Fühlertasche PT 100, FeCuNi

          Übertemperaturschutz:

          mit einem zweiten PT 100 oder Thermoschalter (Option)

          Anschlussleitung:

          verschiedene Anschlusstechniken möglich

          Einbau und Inbetriebnahme

          Bei der Montage ist eine Deformation des Silikonheizelementes zu vermeiden. Schwierige Montagebedingungen sollten schon bei der Konstruktion berücksichtigt werden. Die Heizelemente dürfen nur mit einer geeigneten Temperaturregelung betrieben werden.

          Folgende Punkte sind zu beachten:

          • Bohren, schneiden und beschädigen Sie nicht die Heizmatte

          • Reinigen und entfetten Sie die Oberfläche des zu beheizenden Bauteils vor der Befestigung der Heizmatten.

          • Der Einsatz eines Temperaturreglers (Thermostaten, Sensoren, Begrenzer, …) ist dringend empfohlen. In bestimmten Anwendungen zwingend notwendig, um das reibungslose Funktionieren der Heizmatten sicherzustellen. Die maximale Oberflächentemperatur darf nicht überschritten werden.

          • Die gesamte Oberfläche der Matte muss einen perfekten Kontakt an jedem Punkt mit der beheizten Fläche haben. Kontaktwärmeübergang.

          • Vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit Stoffen, gegen die das Silikon-Elastomer nicht beständig ist.

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